Inklusion lebt von Interdisziplinärität
Als ich den Aktionsplan gelesen habe, muss ich sagen, klingt es für mich schon sehr nach Einsparmaßnahmen.
Bitte verdeutlichen Sie sich, dass die TeilnehmerInnen, die Inklusion anregen sollen, selbst sehr vielseitig ausgebildet sein müssen. Eine Frühförderstelle beispielsweise beschäftigt in einem Team Sozialpädagogen, Psychologen, Heilpädagogen, Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pädagogen der Frühenkinheit, ... . Ich könnte zu jedem dieser Professionen ein ganzes Essay schreiben, warum und für welche Fälle speziell sie gebraucht werden. Und dann lebt eine Frühförderstelle und deren Personal von ständigen Austausch untereinander und ständiger Weiterbildung, die sehr sehr kostenintensiv sind und derzeit schon hauptsächlich von Arbeitnehmern getragen werden (siehe Förderprogramme SAB). Z. B. Bobath-Kinder-Ausbildung, spezielle Weiterbildungen für Sehbehinderte Kinder und hörgeschädigte Kinder, Weiterbildungen zur senso-motorischen Integration, Weiterbildungen zur Führung sozialer Gruppen, Zirkuspädagogische Weiterbildungen, etc. und alle der benannten Fachkräfte müssen sich grundelegende heilpädagogische Methoden zur Ausgestaltung der Frühförderung aneignen oder ggf. Weiterbildungen besuchen.
Die Kinder und die Förderung der Kinder, profitieren vom gegenseitigen befruchten der Teammitglieder, sodass auch bei körperlich mehrfachbehinderten Kindern in Familien, die noch andere spezielle Problemlagen haben, eine einzigartig gute Ausgestaltung und Passfähigkeit der Frühförderung erreicht wird. Auch der Faktor Mensch und Sozialraum wird meines Erachtens viel zu sehr aus den Augen gelassen.