Eigentlich ist es sehr traurig, dass man so ein Gesetz überhaupt braucht. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass man verschiedenste Dinge regeln muss, die selbstverständlich sein müssten.
Behinderte Menschen bereichern unsere Gesellschaft und sie gehören dazu, ohne Diskussionen und ohne gesetzliche Festlegungen. Auf die Bedürfnisse von Nicht-Behinderten wird ohne nachzudenken eingegangen, warum nicht auch auf die von Behinderten? Warum bedarf es separater Festlegungen was beispielsweise die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum betrifft? Das ist doch der Stand der Technik, der umzusetzen ist. Da benötigt man doch kein Gesetz dafür. Jedoch wären einheitliche Festelgungen auf Bundesebene ein Zugewinn.
In erster Linie muss in den Köpfen der Mitmenschen das Zusammenleben mit Behinderten integriert werden. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein! Am einfachsten gelingt das im Kindesalter. Gemeinsame Kindergärten, Schulen etc. aber auch Freizeiteinrichtungen gehören dazu. Über die Bildung von Patenschaften können so wichtige und wertvolle Beziehungen und Verbindungen geknüpft werden. Kinder haben so die Möglichkeit, bereits in jungen Jahren mit Behinderten gemeinsam aufzuwachsen. In Kindergärten wird das zunehmend praktiziert, in Schulen ist das jedoch noch viel zu wenig implementiert. Mit Sicherheit ist das gemeinsame Lernen nicht über den gesamten Schultag möglich, es ist jedoch sicher hilfreich, wenn es bestimmte Zeiten gibt, wo gemeinsames Lernen und gegenseitiges Unterstützen auf der Agenda stehen. Davon profitieren nicht nur die Behinderten, auch die Nicht-Behinderten werden sensibilisert und können wertvolle Erfahrungen im Zusammenleben sammeln.