Gänzlich fehlt im Absatz „Handlungsbedarf“ der Bezug zur Kindertagespflege. Sie ist gesetzlich verankerter Bestandteil der Kindertagesbetreuung in Sachsen und ist unbedingt mit aufzunehmen.
Die Maßnahme „Prüfung des Personalschlüssels, einer mittelbaren pädagogischen Arbeitszeit der Fachkräfte sowie der Leitungsfreistellung unter Berücksichtigung des Förder- und Hilfebedarfes auch bei Vorliegen von schwerer Behinderung“ sollte sich auf den individuellen Entwicklungsbedarf eines jeden Kindes beziehen. Daher folgende Neu-Formulierung aufnehmen:
„Prüfung des Personalschlüssels, einer mittelbaren pädagogischen Arbeitszeit der Fachkräfte sowie der Leitungsfreistellung unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklungsbegleitung und des Förder- und Hilfebedarfes eines jeden Kindes.
Im Bereich der Normenkontrolle und - anpassung ist darauf hinzuwirken, dass sich Inklusionsprozesse tatsächlich entfalten können, d.h. den Veränderungsprozessen in den Kindertageseinrichtungen und in den Heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen bzw. Gruppen dürfen keine verwaltungstechnischen Hürden entgegenwirken; auf kommunaler als auch auf der Landesebene, so z.B. bei der Flexibilisierung der Betriebserlaubnis.
Hierbei ist insbesondere auf die Inklusionskompetenz der Verwaltungsmitarbeiter(innen) hinzuwirken.
Im Rahmen des Entwicklungsprozesses hin zur inklusiven Kita erübrigt sich u.E. eine eigene Integrations-Verordnung. Die Maßnahmen „Überarbeitung der IntegrVO“ sehen wir als einen Zwischenschritt und regen an, hier auch die Schnittstelle zu den heilpädagogischen Kitas bzw. Gruppen zu klären.
Neben der Überarbeitung der Integrationsverordnung ist eine Überarbeitung der SächsQualiVO erforderlich
Wir begrüßen die Maßnahme, Therapien in allen Kindertageseinrichtungen auf der Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Frühförderung und Therapeuten zu ermöglichen. Für eine künftige inklusiv arbeitende Kita werden multiprofessionelle Teams (intern und extern) erforderlich. Dieser Arbeitsansatz ist jedoch nur umsetzbar, wenn die dafür notwendigen Bedingungen vorhanden sind, so u.a. räumliche Bedingungen vor Ort, zeitliche Ressourcen für den Fachaustausch z.B. für die individuelle Förderplanung, Inklusionskompetenz der Fachkräfte.
Um dies deutlich machen zu können, schlagen wir folgende neue Formulierung vor:
Ermöglichung von Therapien in allen Kindertageseinrichtungen, die im Kontext des Kita Konzeptes integriert sind und auf dem Verständnis eines multiprofessionellen Teams (intern als auch extern z.B. durch Frühförderung) basieren.