Bauleitplan Gemeinde Lichtenau Stadtentwicklung und Ländlicher Raum

2. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Lichtenau; zweite wiederholte Auslage

Planzeichnung

„Zur Behebung eines Formfehlers wird die Beteiligung zum Verfahren wiederholt. Bereits in vorangegangenen Auslagen abgegebene Stellungnahmen werden weiterhin im Verfahren berücksichtigt.“

Öffentliche Bekanntmachung der Gemeinde Lichtenau

über die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

zur 2. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Lichtenau

 

Der Gemeinderat der Gemeinde Lichtenau hat in öffentlicher Sitzung am 02.03.2020 mit Beschluss B2020-16 den Entwurf der 2. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Lichtenau in der Fassung 02/2020 mit Planzeichnung im Maßstab 1:5.000 sowie die Begründung mit Umweltbericht gebilligt und die Offenlage gemäß §3 (2) BauGB für die Dauer eines Monats beschlossen.

Ziel der Planung ist die Möglichkeit der Ansiedlung einer Werkstatt sowie Wohnbebauung am Glösaer Weg am südlichen Ortsrand des Ortsteiles Auerswalde in der Gemeinde Lichtenau.

Das Änderungsgebiet ist nach Norden durch gemischte Baufläche, Bachlauf, Auerswalder Hauptstraße, kleine Fläche für Landwirtschaft, nach Osten: Flächen für die Landwirtschaft, Bachlauf, nach Süden: Flächen für die Landwirtschaft, oberirdische Freileitung sowie nach Westen; Flächen für die Landwirtschaft, Dauerkleingärten, Sport- und Spielplatz begrenzt.

Die 2. Änderung des Flächennutzungsplans wird unter Einbeziehung der Vorschriften zur Umweltprüfung (§ 2 (4) BauGB) mit Umweltbericht (§ 2a BauGB) durchgeführt.

Der Entwurf mit Stand 02/2020 sowie die Begründung mit Umweltbericht, Anlagen und Gutachten liegt im Zeitraum                          vom 17.08.2020 bis zum 17.09.2020

in der Gemeindeverwaltung Lichtenau, Auerswalder Hauptstraße 2, 09244 Lichtenau, im Erdgeschoss – Bürgerservice während der nachfolgend genannten Sprechzeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus:

Montag                                                          13:00 – 16:00 Uhr

Dienstag                   09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr

Mittwoch                  09:00 – 12:00 Uhr.

Donnerstag                                                     13:00 – 16:00 Uhr

Freitag                      09:00 – 12:00 Uhr.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt

Eine Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP), Stand 14.06.2017, liegt vor. Ein Teil der Fläche ist intensivlandwirtschaftliche Ackerfläche. Gesetzlich geschützte Biotope sind nicht betroffen.

Seltene, streng geschützte Amphibien- und Reptilienarten sind nicht zu erwarten. Es sind Baumhöhlen und Nester im Baumbestand vorhanden. Bäume und Nistkästen sollen erhalten bleiben.

Bei Bauarbeiten und Gehölzfällungen können sich Risiken für Vögel und Fledermäuse ergeben. Deshalb sind diese nur außerhalb der Brutzeit zulässig. Eine Grunddienstbarkeit (Begehung des Grundstückes für Kompensationsflächen) wird in das Grundbuch eingetragen.

Boden und Fläche

Bei Durchführung der Planung wird vor allem Ackerland dauerhaft entzogen und es erfolgt eine Zunahme der versiegelten Flächen. Das Plangebiet liegt in einem Vorbehaltsgebiet der Landwirtschaft. Ertüchtigung der öffentlichen Straße „Glösaer Weg“ wird notwendig. Zunahme der Flächenversiegelung infolge der Planung, wodurch insbesondere der Austausch zwischen Atmosphäre und Bodenschicht verringert wird.

 

Schutzgut Wasser

Das anfallende Schmutzwasser ist dem vorhandenen Schmutzwasserkanal DN 200 im Glösaer Weg zuzuführen. Es ist keine Regenwasserkanalisation vorhanden. Die schadlose Regenwasserbeseitigung wurde durch Einarbeitung eines Entwässerungskonzeptes für Regenwasser, Stand 05/2019, sichergestellt. Zunahme der Flächenversiegelung infolge der Planung, wodurch insbesondere die Infiltration von Wasser in Boden und die Grundwasserneubildung verringert werden.

 

Luft und Klima

Zunahme der Flächenversiegelung infolge der Planung, wodurch insbesondere die Verdunstungsleistung im Plangebiet verringert wird. Erhebliche Überwärmungseffekte sind nicht zu erwarten. Die Luftqualität erheblich beeinflussende Verkehrsströme sind nicht zu erwarten.

 

Landschaft

Das Plangebiet liegt teilweise in einem regionalen Grünzug. Es erfolgt eine Ausformung des regionalen Grünzuges durch die Einordnung der Baugrenze entlang der bereits bestehenden Hauptgebäude.Es erfolgt die Anlage einer Randeingrünung entlang der Grenze des Geltungsbereiches.

 

Mensch, Bevölkerung und Gesundheit

In der Nähe des Plangebietes befindet sich Wohnbebauung. Eine Beeinträchtigung der Wohnbevölkerung wurde durch Einarbeitung von schalltechnischen Berechnungen. Stand 15.05.2018. ausgeschlossen. Die Luftqualität erheblich beeinflussende Verkehrsströme sind nicht zu erwarten. Erhebliche Überwärmungseffekte sind nicht zu erwarten. Anhaltspunkte für radiologisch relevante Hinterlassenschaften liegen nicht vor. Wahrscheinlich ist die Konzentration von Radon in der Bodenluft erhöht. Die schadlose Beseitigung des Regenwassers wurde durch Einarbeitung eines Entwässerungskonzeptes für Regenwasser, Stand 05/2019. sichergestellt. Das Plangebiet befindet sich in einem Bereich, in dem Altbergbau vorkommen kann.

 

Kultur und Sachgüter

Eine Inanspruchnahme von landwirtschaftlich genutzten Flächen im Rahmen des Eingriffsausgleiches findet statt.

Die diesen Informationen zugrunde liegenden Unterlagen liegen ebenfalls aus.

Dazu gehören auch folgende Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange:

- Landesdirektion Sachsen, Referat Raumordnung, Stellungnahme vom 09.12 2015,

- Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Stellungnahme vom 07.12.2015.

- Landesamt für Archäologie, Stellungnahme vom 19.11.2015,

- Sächsisches Oberbergamt, Stellungnahme vom 03.02.2016,

- Planungsverband Region Chemnitz. Stellungnahme vom 17.11.2015.

- Landratsamt Mittelsachsen. diverse Referate, Stellungnahme vom 07.12.2015.

- Zweckverband Kommunale Wasserversorgung/Abwasserentsorgung mittleres Erzgebirgsvorland, Stellungnahme vom 07.12.2015,

- Regionaler Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau, Stellungnahme vom 01.12.2015

- Regionalbauernverband Mittelsachsen e.V., Stellungnahme vom 02.12.2015.

- Bürgerstellungnahme 03, Stellungnahme vom 14.12.2015

- Bürgerstellungnahme 05, Stellungnahme vom 30.11.2015

- Bürgerstellungnahme 05, Stellungnahme vom 04.12.2015

- Bürgerstellungnahme 06, Stellungnahme vom 30.11.2015

- Bürgerstellungnahme 07, Stellungnahme vom 03.12.2015

- Bürgerstellungnahme 09, Stellungnahme vom 05.11.2015

- Bürgerstellungnahme 10, Stellungnahme vom 27.11.2015

- Bürgerstellungnahme 11, Stellungnahme vom 24.11.2015

Während der Auslegungsfrist können zum Planentwurf von jedermann Stellungnahmen schriftlich oder während der Auslegungszeiten mündlich zur Niederschrift unter oben genannter Adresse vorgebracht werden. Die Mitteilung kann auch elektronisch an die E-Mail-Adresse post@gemeinde-lichtenau.de übermittelt werden.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können gemäß § 4a Abs. 6 BauGB bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Gemäß § 4a Abs. 4 Satz I BauGB werden diese Bekanntmachung und die auszulegenden Unterlagen zusätzlich über die Internetpräsenz der Gemeinde Lichtenau (https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/gemeinde-lichtenau/startseite) zugänglich gemacht und in das Zentrale Landesportal Bauleitplanung (www.bauleitplanung.sachsen.de) eingestellt.

DIN-Normen und andere technische Regeln können in der in zumutbarer Nähe gelegenen DIN-Auslegestelle der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Chemnitz, Normen-Infopoint mit DIN-Normen und VDI -Richtlinien, Straße der Nationen 62, 09111 Chemnitz, eingesehen werden.

Stellungnahmen, die nicht rechtzeitig abgegeben worden sind, können bei der Beschlussfassung über den Flächennutzungsplan unberücksichtigt bleiben, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Flächennutzungsplans nicht von Bedeutung ist.

Ein Antrag nach § 47 Verwaltungsgerichtsordnung ist unzulässig, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

Lichtenau, den  15.07.2020

Andreas Graf

Bürgermeister

Status

  • Status Ankündigung
  • Zeitraum 17.08.2020 bis 18.09.2020
  • Stellungnahmen 0 Stellungnahmen