4. Projekt S-4
Die S-Bahn-Linie 3 zwischen Tharandt und Hauptbahnhof sollte auf den vorhandenen Bahngleisen über Friedrichstadt, Cossebaude, Niederwartha und Coswig nach Meißen verlängert werden. Diese neue S-Bahn-Linie sollte die Nummer 4 erhalten. Es wäre defakto eine Direktverbindung zwischen den Wohngebieten Freitals, des Dresdner Westens, Coswigs und Meißens untereinander und mit dem Hauptbahnhof sowie mit den Naherholungsgebieten Tharandter Wald, Weißeritztäler, linkselbischen Täler zwischen Dresden und Mejßen und den Weinbaugebieten in Radebeul/Meißen. Ab Haltepunkt Niederwartha sollte ergänzend regelmäßg eine Busverbindung im Zuge der B6 die linkselbischen Täler bis nach Meißen erschließen. Das wäre wichtig für die Weiterentwicklung der Freizeit- und Tourismuskultur im Großraum Dresden.
5. Projekt Ortsamt Elbe
Die Elbwiesen im Dresdner Stadtgebiet sollten zum unbeohnten Stadtteil erklärt werden. Zur Verwaltung dieses Stadtteils wäre ein eigenes Ortsamt zu schaffen. Aus allen Stadtteilen werden entsprechend der Einwohnerzahl und Parteienproporz Ortsbeiräte entsandt. Zweck des Ganzen ist die demokratische Vertretung der Interessen der städtischen Öffentlichkeit gegenüber privatwirtschaftlichen Begehrlichkeiten (öffentliches Wegerecht, kommunaler Vollzug, Stadtmöblierung, Pflanzung von Obstbäumen, Schaffung von Grillplätzen, Winterdienst, Stadtreinigung, Flußbäder, Kremserfahrten usw.).
6. Ankunftsstadt
Studenten der TU Dresden entwickeln gemeinsam mit Geflüchteten, Migrierten, Wohnungssuchenden und anderen Interessierten auf Brachflächen oder in ungenutzten Gebäudekomplexen "informelle" Siedlungskonzepte. Die Siedlungen sollen aus einfachsten aber variablen Holzgebäuden bestehen und den tatsächlichen Bedürfnissen zuzugswilliger Personen regelmäßig neu angepaßt werden können. Sie sollen sowohö zur individuellen als auch zur gemeinschaftlichen Nutzung geeignet sein. Sie sollen ihren Bewohnern ein Maximum an Subsistenz ermöglichen, d.h. Handel mit Waren und Dienstleistungen nach innen und außen, Handwerk, selbstorganisierte Erwachsenenbildung, Selbstversorgung mit Obst und Gemüse sowie Erzeugnissen aus Kleinviehhaltung. Dadurch, das die Landeshauptstadt diese informelle Siedlungsaktivität nicht bekämpft sondern selbst initiiert und unterstützt, kann sie diese aktiv gestalten in Bezug auf innere Sicherheit, Bauaufsicht, Hygiene, Stadtentwicklung, Ökologie usw..