Verfahren Sächsisches Oberbergamt Wirtschaft und Industrie

Gewinnungsbetrieb Röderau-Bobersen/Zeithain

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Nördlich des Ortsteils Röderau-Bobersen der Gemeinde Zeithain, auf der rechtselbischen Seite, wird bereits seit den 1980-iger Jahren der Kiessandtagebau Zeithain betrieben. Die Vergrößerung der Abbaufläche um weitere 35 ha wurde im Jahr 2004 planfestgestellt (Planfeststellungsbeschluss vom 14. September 2004). Durch diesen Tagebau ist ein zum heutigen Zeitpunkt ca. 83 ha großes Restgewässer entstanden. Der Tagebau ist bis auf einige Restvorräte fast vollständig ausgekiest.

Ebenfalls in den 1980-iger Jahren wurde für den Kiessandtagebau Zeithain ein bis heute betriebenes Kieswerk (Aufbereitung) mit zugehörigen Lagerflächen, Werkstätten, Sozial- und Sanitärräumen mit Straßen- und Bahnanschlüssen errichtet.

Direkt südlich des Kiessandtagebaus Zeithain wurde Ende der 1990-iger Jahre der Aufschluss eines weiteren Abbauvorhabens „Kiessandtagebau Röderau-Bobersen“ planfestgestellt (Planfeststellungsbeschluss vom 4. Februar 1999). Auf Grundlage dieser Genehmigung wurde im Abbaufeld I ein Kieswerk errichtet und für kurze Zeit ein Abbau auf Sande und Kiese durchgeführt. Nach zeitweiliger Einstellung des Abbaus wurde das Kieswerk Röderau-Bobersen im Jahr 2005 zurückgebaut. Durch den bisherigen Abbau entstand im Abbaufeld I ein 15,63 ha großes Gewässer, für dieses wurde die Bergaufsicht bereits beendet. Die Genehmigung zur Änderung des Vorhabens erfolgte mit Planänderungsbeschluss vom 5. Januar 2007.

Nach der Übernahme des Tagebaus Röderau-Bobersen durch die Holcim Kieswerk Zeithain GmbH & Co.KG soll der Abbau in den Abbaufeldern II – IV des Kiessandtagebaus Röderau-Bobersen als Nachfolgetagebau des Kiessandtagebaus Zeithain weitergeführt werden. Der Tagebau Zeithain wird für die Rohstoffbereitstellung bei technologisch bedingten Förderunterbrechungen im Tagebau Röderau-Bobersen sowie für Verkippungen und Verspülungen weiter genutzt. Die Aufbereitung des im Tagebau Röderau-Bobersen gewonnen Rohstoffs erfolgt im weiter zu betreibenden Kieswerk Zeithain. Aufgrund der engen technologischen Verzahnung werden die bisher einzelnen Vorhaben zuzuordnenden Vorhabenbestandteile zu einem neuen Gesamtvorhaben mit der Bezeichnung „Gewinnungsbetrieb Röderau-Bobersen/Zeithain“.

Dieses neue Gesamtvorhaben besteht aus folgenden wesentlichen Komponenten:

Weiterführung Kiessandtagebau Zeithain:

  • Rohstoffbereitstellung bei technologisch bedingten Förderunterbrechungen im Tagebau Röderau-Bobersen, Restauskiesung auf einer Fläche von ca. 3,4 ha,
  • Verkippung und Verspülung der im Tagebau Röderau Bobersen, Abbaufeld IV anfallenden nicht verwertbaren Lagerstättenbestandteile, Vergrößerung der Spül- und Verkippfläche um weitere 2,7 ha,
  • Änderung der Wiedernutzbarmachung durch die Vergrößerung der Verkipp- und Verspülbereiche und spätere Aufforstungen durch längere Nutzung der Verkipp- und Verspülbereiche

Weiterführung Kiessandtagebau Röderau-Bobersen:

  • Kiessandabbau durch Nassgewinnung in den Abbaufeldern IV-II,
  • Wiedernutzbarmachung, Herstellung von zwei, jeweils 32,3 ha (Abbaufeld III) und 28,9 ha (Abbaufeld II) großen Gewässern,
  • komplette Verfüllung Abbaufeld IV, Aufforstung,
  • Sukzession auf dem Gelände des rückgebauten Kieswerkes Röderau-Bobersen,

Weiterbetrieb Kieswerk Zeithain:

  • weitere Aufbereitung der gewonnenen Sande und Kiese, Abtransport über die bestehenden Abtransportmöglichkeiten (Straßen- und Bahnanschluss) bis zum Ende der Gewinnung im Tagebau Röderau-Bobersen. Anpassung des Rohstofftransportes von der Gewinnungsstelle zur Aufbereitungsanlage, Errichtung eines Rohstofftransportsystems.

Der beantragte Geltungsbereich des Rahmenbetriebsplans beträgt ca. 262,5 ha, davon ca. 82,8 ha Abbaufläche (3,4 ha im Tagebau Zeithain und 79,4 ha im Tagebau Röderau-Bobersen).

Durch das Vorhaben können ca. 18,5 Mio. m³ (ca. 31,5 Mio. t) Sande und Kiese gewonnen und in der Aufbereitungsanlage aufbereitet werden. Der Abbau wird über einen Zeitraum von ca. 24 Jahren erfolgen.

Kontaktperson

Frau Nicole Rosenkranz
E-Mail: nicole.rosenkranz@oba.sachsen.de

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