"Ichbezogenheit" - Schwäche einer Stadt
Der Glanz des "alten Dresden" (in Löfflers "Altes Dresden" sehr gut dokumentiert) und der abrupte Niedergang in Schutt und Asche am 13./14. Februar 1945 lässt einen oft auf der Vollbrachte und das Schöne der Stadt fokussieren und dabei das Drumherum vergessen, oft auch Fremde, die in die Stadt kommen (eben weil sie so schön ist, und auch wegen der Arbeit).
Was ein wenig fehlt ist die mutige Selbstreflexion von BürgerInnen und PolitikerInnen das Erreichte zu hinterfragen. War es nötig Fördergelder in Anspruch zu nehmen, um ganze Straßenzüge zu asphaltieren und zu (für die nächsten 20-30 Jahre zumindest) Baumwüsten zu machen? War der Abriss dieses oder jenes Gebäudes nötig (auch wenn nicht unmittelbar ein sich selbsttragendes Geschäftsmodell oder Investor gefunden war)? Wie lässt sich mit dem Straßengrün und dem Baumbestand inmitten der Stadt "wuchern" und zeigen, "Schaut her, so geht es!"
Doch wo reflektiert man besten? An einem stillen Ort, an einem Teich, auf einer Bank oder einfach auf einer Wiese neben dem Büro.
Wo finden sich diese kleinen Rückzugsoasen, die für ein menschliches Miteinander und Zusammenkommen nötig sind, vor wo Vorurteile und Kulturunterschiede oftmals im Wege stehen (zu scheinen)?