Umfrage Stadt Lommatzsch Kunst und Kultur

Bildhauerwettbewerb „ Kunst im Alltag – Bildende Kunst in Lommatzsch“

  • Status Aktiv
  • Zeitraum 20.04.2026 bis 18.05.2026
  • Teilnehmer 117 Teilnehmer
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Der menschliche Körper ist seit Jahrtausenden neben Darstellung der Natur das in der Kunst am häufigsten gewählten Motiv.

Während ein Bild an einer Wand hängt und von dort aus seiner Wirkung immer dann entfaltet, wenn Betrachter es ansehen und sich womöglich angesprochen fühlen oder mit ihm austauschen, ist es bei einer Skulptur anders. Sie nimmt Raum. Sie hat also eine Dimension mehr als ein Bild zur Verfügung. Sie steht im Raum. Sie nimmt sich den Platz, den wir als Betrachter nun nicht mehr einnehmen können. Wir müssen mit ihr nicht kommunizieren. Wir müssen uns von ihr nicht angesprochen fühlen. Wir müssen sie nicht als das erkennen, als das sie geschaffen wurde. Aber wir können nicht durch sie hindurch gehen, wir müssen so oder so, bleiben oder drumherum gehen. Sie nimmt sich Raum und beschränkt den unseren. Sie wird so ein Teil des sozialen Umfelds. Ihre Wirkung entfaltet sie nicht durch Ansicht, nicht durch exakte Wiedergabe, sondern durch Raumnahme und Ausstrahlung. Spürbar. Anfassbar. Vielleicht sogar störend. Bestimmt aber immer ein Teil.

Die Arbeit von Kai Rosner, ein Torso, erfüllt genau diese Möglichkeiten. Sie reflektiert damit das Interesse an dem menschlichen Körper, an uns selbst und an unserem Gegenüber. Ihr Material und die Figürlichkeit wollen die Natur nicht überhöhen, geschweige denn verbessern oder umgestalten. Sie stehen nicht in Konkurrenz. Sie bilden ein Ensemble, um so einen Eindruck zu hinterlassen, der womöglich völlig andere Gefühle auslöst als es der Ausgangsgedanke der Künstlerin gewollt hat. Aber in jedem Fall hinterlassen sie einen Eindruck, mehr noch einen Ausdruck. Um den geht es in der Bildhauerei.

Skulpturen sind keine Bilder an einer Wand, die durch das Sie-Betrachten leben. Sie sind mehrdimensional und lösen Gefühle aus, die sich in Körperlichkeit reflektieren. Das Gefühl, berührt zu werden. Zwang. Einsamkeit. Miteinander. Enge. An dem Betrachter liegt es, sich diesen Gefühlen zu stellen und in einen Diskurs zu treten. Eine Auseinandersetzung, die ihn betrifft, aber die durch das Objekt ausgelöst wird oder werden kann. 

Andreas Feist Arbeit nimmt nicht allein Raum. Sie gewährt auch Raum. Sie kann abstoßen und bedrohen, aber eben auch umarmen und Sicherheit vermitteln. Ihr Material ist Natur und selbst die Dimension ist zumindest zu Beginn der Natur geschuldet. Wie die anderen hier zur Wahl stehenden Objekte, ist ihre Oberfläche nicht so bearbeitet, dass sie sich von dem Natürlichen entfernt, sondern derart, dass das

Sie-Berühren oder Körperlich-mit-ihr-Kommunizieren auch zu einem sinnlichen Erlebnis im Gespräch mit dem Objekt führen kann. 

Kunst hat auch die Möglichkeit, symbolisch für etwas zu stehen, für den Zustand einer Gesellschaft, für das äußere Bild einer Gemeinde, für das Verhältnis von Menschen untereinander. Für Umwelt. Für Schöpfung. Für gesellschaftliche Ereignisse oder als Zustandsbeschreibung. Die Möglichkeit der Arbeit von Dimitrios Dimitriades schließt Raumnahme nicht aus. Sie schließt Bewegung nicht aus, die zum Beispiel auch durch die ersten Arbeiten suggeriert wird. Sie erweitert lediglich um zeitgenössische Erlebniswelten oder deren Festhalten, einmal einem Erinnerungsmerkmal gleich, vielleicht sogar als eine Art Mahnung, Möglichkeiten im Bestand zu erkennen und diese fantasievoll weiterzuentwickeln. 

Welches der drei Kunstwerke soll auf dem Sachsenplatz aufgestellt werden? (Zur besseren Ansicht bitte mit der Maus über die Bilder fahren.)
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Kontakt

Frau Kohlmann; Tel. 035241 540 50

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