Ertragsbeteiligung vorrangig für die betroffenen Gebiete verwenden!
Nachdem das Kind "Windpark Skassa" mehr oder weniger schon in den Brunnen gefallen ist, ist es natürlich eine sinnvolle Sache, vorab darüber nachzudenken, wie die mögliche Ertragsbeteiligung verwendet werden kann. Diese könnte sich nach Auskunft der Planer im mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahr bewegen. Rechnet man mögliche Fördermittel für verschiedene Projekte mit hinzu, kann bei Verwendung der Ertragsbeteiligung als Eigenleistung an diesen Projekten mit relativ hohen Bausummen kalkuliert werden. Vorrangig sollte dieses Geld jedoch in denjenigen Gebieten investiert werden, in denen die Bewohner direkt von den Auswirkungen der Windkraftanlagen betroffen sind. Sei es durch die Sicht auf diese Ungetüme, sei es durch Schlagschatten, sei es durch Lärm oder andere Beeinträchtigungen. Zu den betroffenen Gebieten zähle ich vorrangig Teile von Skassa, Zschieschen und Großraschütz. Nicht zuallererst unbedingt das Kerngebiet von Großenhain. Ich als Großraschützer sehe da einige infrastrukturelle Probleme, welche bisher auf Grund fehlender finanzieller Mittel nicht gestemmt werden konnten. So sind z. B. die Fußwege im mittleren Teil an der Riesaer Straße in einem erbärmlichen Zustand. Und sie sind gefährlich für die Benutzer, da die Bordsteine zum Teil nur noch wenige Millimeter hoch sind. Bei dem Massenverkehr auf der Riesaer Straße durch die Zulieferer und Kunden des Kauflandes, welcher schon seit Jahren eine große Belastung für die Anwohner darstellt, erhöht sich diese Gefahr noch mehr. Ein nicht existierender Bordstein stellt praktisch kein Hindernis mehr für LKW und PKW dar. Bisher hieß es aus der Stadtverwaltung immer wieder, man wolle den Anwohnern die Straßenausbaubeiträge, welche dabei entstehen würden, nicht zumuten. Jetzt ist doch eine gute Gelegenheit, die Anwohner von diesen Beiträgen zu befreien. Weiterhin ist die Bushaltestelle am Kaufland, welche auf der Seite des Sportplatzes liegt, eine Zumutung. Eine Bank im Nichts. Die Zuwegung, welche nur aus einem dürftig bewachsenen Erdweg besteht, ist bei Regen regelmäßig überflutet. Die Begegnung von zwei LKWs auf der Straße in diesem Bereich erzeugt bei jedem der dort Wartenden sofort ein mulmiges Gefühl, ob es gut ausgehen wird. Eine Weiterführung des vorhandenen Fußweges bis zur Bushaltestelle und eine kleine Überdachung wären wünschenswert. Natürlich in Absprache mit dem Eigentümer und Betreiber des Sportplatzes, damit das Argument Platzmangel gar nicht erst zieht. Probleme mit dem Eigentümer des Sportplatzes dürfte es dabei nicht geben. Ich denke, die Skassaer und Zschieschener haben ähnliche Baustellen in ihren Gebieten. Und auch was Großraschütz anbelangt, gibt es sicherlich noch weitere Problemstellen und Wünsche. Dirk Rothe