Nutzung freier Flächen in Großdalzig
während des Rundganges sind einige Wünsche der Dorfbevölkerung angesprochen worden. Ich finde es ebenso wichtig, dass Grundstücke eine dem Dorf angemessene Größe haben und teile die Meinung, dass ein Grundstück eine Mindestgröße haben sollte und würde die mit 750 m² angeben.
Zudem wurde darüber gesprochen, was gebaut werden könnte... Neben Wohngrundstücken wurde auch über Gewerbe nachgedacht. Ich halte Kleingewerbe für sinnvoll, da die Straßen nicht unnötig durch große LKW beansprucht werden sollen.
Drei Ideen sind in mir gereift, was gebraucht werden könnte:
1. Meine Oma wollte nie aus ihrem Haus ausziehen, obwohl ihr Pflegeaufwand enorm war. Hätten wir im Ort eine Pflegeeinrichtung wäre ihr das vielleicht leichter gefallen, weil das Umfeld gleich geblieben wäre. Vielen alten Menschen in den Ortsteilen geht es wahrscheinlich ähnlich wie meiner Oma. Zudem sind viele ältere Menschen mit Tieren groß geworden oder haben sogar Landwirtschaft betrieben. Daher wäre eine Pflegeeinrichtung toll, in der zu kleinen Teilen auch Landwirtschaft betrieben wird. Eine Einrichtung, in der die Menschen sich weiter um Tiere kümmern können, aber nicht müssen. Eine Einrichtung, in der das gewohnte Lebensumfeld der Menschen erhalten bleibt und sie die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Es könnte eine Einrichtung sein, die sich wunderbar in den dörflichen Charakter einfügt und evtl. im WG-Format aufgebaut werden könnte. Neben Katzen und einem Hund könnte es ein paar Schafe und Hühner geben, um gleichzeitig nachhaltig arbeiten zu können. Ein Garten zur Teilselbstversorgung wäre optimal.
2. Die Idee einer Dorfschule gefällt mir sehr. Aufgrund der Kapazitäten könnte ich mir eher eine private Grundschule vorstellen, die nach einem gewissen Konzept arbeitet - ähnlich wie die Lebensweltschule in Rüssen-Kleinstorkwitz. (Diese hat lange Wartelisten) Eine Schule mit 4 Klassen, die vielleicht altersübergreifend arbeitet sowie der Bau einer "richtigen" Ein-Feld-Halle - auch für unsere Sportvereine. So werden vielleicht auch Möglichkeiten zur Erweiterung des Sportangebots geschaffen.
3. Unsere Jugend fühlt sich nicht anständig in die Dorfstruktur integriert. Sie halten sich oft an der Bushaltestelle auf. Es wäre toll, wenn die Jugendlichen wieder irgendwo einen "Raum" erhalten. Dazu sollte es einen gemeinsamen Austausch mit den Jugendlichen und Verantwortlichen der Stadt geben zu wichtigen Fragen: Was wird gebraucht? Wer pflegt es? Wer übernimmt auch die Verantwortung? Könnte ein Verein die Schirmherrschaft für die Jugendlichen übernehmen und durch die Stadt unterstützt eine/n Sozialarbeiter/in auf Honorarbasis einzustellen, der als Bindeglied dient zwischen Stadt/Dorf und der Jugend, um gemeinsam im Austausch zu bleiben und vielleicht neue Ideen zur Dorfentwicklung entstehen zu lassen.
Es fehlt in Großdalzig ein angemessener Spielplatz. Durch den Bau des Feuerwehrhauses ist der bestehende Spielplatz nicht nur verkleinert, sondern auch in den Hintergrund gedrängt worden. Es benötigt einen großen Spielplatz für alle Altersstufen - für die Kleinen und Großen. Ebenso wünsche ich mir das für Tellschütz.
In Tellschütz wäre es schön, wenn die denkmalgeschützte Streuobstwiese wieder mehr Beachtung erfährt und der Teich saniert würde.
Der Charakter der beiden Dörfer soll unbedingt erhalten bleiben. Es wäre toll, wenn es wieder einen Dorfgasthof (evtl als Biergarten oder Ausflugslokal) geben könnte oder ein Café, welches regelmäßig geöffnet hat. Mit Qualität kommen auch Gäste... vielleicht ist dies eines Tages wieder möglich. In einem Café könnten auch regelmäßig Treffen für Jung und Alt initiiert werden durch Themennachmittage (Rommé, Skat, Nähen, Holzbearbaitung etc.)
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.