Dialog Stadt Zwenkau Stadtentwicklung und Ländlicher Raum

Dorfentwicklungskonzepte Großdalzig & Tellschütz

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Notizkarte für den Beteiligungsprozess

Sehr geehrte Bewohnerinnen und Bewohner von Großdalzig und Tellschütz,

Großdalzig und Tellschütz sind zurecht begehrte Wohnlagen: nah am See, ruhig gelegen, Zwenkau und Leipzig liegen mit dem Auto und Leipzig mit der S-Bahn quasi vor der Haustür. Zugleich gibt es empfindliche Engpässe, wie z.B. die fehlende Nahversorgung und Gastronomie. Trotzdem ist das Interesse privater Entwickler am Aufziehen weiterer Wohnstandorte enorm. Hier will die Stadt nun innehalten und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, der Stadtpolitik- und verwaltung ein Zukunftsbild für beide Ortsteile entwickeln. Es geht u.a. um die Frage, wieviel Wohnflächenentwicklung beide Ortsteile vertragen bzw. benötigen, denn ein Einwohnerwachstum ist auch mit Chancen z.B. bei der Ansiedlung einer Nahversorgung verbunden.

Der Rahmen für diese Überlegungen ist die Erarbeitung von zwei Dorfentwicklungskonzepten jeweils für jeden Ortsteil. In den Konzepten betrachten wir alle Lebensbereiche Ihres Ortsteils, wie Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Mobilität etc. über einen Zeitraum von 10-20 Jahren.

Die Dorfentwicklungskonzepte entstehen in den drei klassischen Schritten (1) Bestandsaufnahme, wo beide Ortsteile aktuell steht; (2) Setzen von Zielen, wohin sich Großdalzig und Tellschütz zukünftig entwickeln soll; (3) Festlegung von Projekten/Maßnahmen, mit denen diese Ziele zu erreichen sind.

In allen Schritten – wie auch bei der Bestandsaufnahme – benötigen wir Sie als lokale Expertinnen und Experten. So soll auch mit Ihrem Wissen von den örtlichen Gegebenheiten ein umfassendes Bild vom Status Quo von Großdalzig und Tellschütz entstehen.

Markieren Sie auf der Online-Pinwand (Karte) Orte, zu denen Sie uns etwas auf den Weg geben möchten. Das können Anregungen, Probleme und Zukunftsvorschläge für die Entwicklung von Großdalzig und Tellschütz mit seinen Ortsteilen sein. Wir werten die Ergebnisse aus und lassen sie in die weitere Planung einfließen.

Nehmen Sie sich danach gern auch die Zeit, unseren Fragebogen zu beiden Ortsteilen hier zu beantworten.

1 Beitrag

Anonym
Zeitpunkt des Erstellens 21. April um 07:50

Nutzung freier Flächen in Großdalzig

während des Rundganges sind einige Wünsche der Dorfbevölkerung angesprochen worden. Ich finde es ebenso wichtig, dass Grundstücke eine dem Dorf angemessene Größe haben und teile die Meinung, dass ein Grundstück eine Mindestgröße haben sollte und würde die mit 750 m² angeben. Zudem wurde darüber gesprochen, was gebaut werden könnte... Neben Wohngrundstücken wurde auch über Gewerbe nachgedacht. Ich halte Kleingewerbe für sinnvoll, da die Straßen nicht unnötig durch große LKW beansprucht werden sollen. Drei Ideen sind in mir gereift, was gebraucht werden könnte: 1. Meine Oma wollte nie aus ihrem Haus ausziehen, obwohl ihr Pflegeaufwand enorm war. Hätten wir im Ort eine Pflegeeinrichtung wäre ihr das vielleicht leichter gefallen, weil das Umfeld gleich geblieben wäre. Vielen alten Menschen in den Ortsteilen geht es wahrscheinlich ähnlich wie meiner Oma. Zudem sind viele ältere Menschen mit Tieren groß geworden oder haben sogar Landwirtschaft betrieben. Daher wäre eine Pflegeeinrichtung toll, in der zu kleinen Teilen auch Landwirtschaft betrieben wird. Eine Einrichtung, in der die Menschen sich weiter um Tiere kümmern können, aber nicht müssen. Eine Einrichtung, in der das gewohnte Lebensumfeld der Menschen erhalten bleibt und sie die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Es könnte eine Einrichtung sein, die sich wunderbar in den dörflichen Charakter einfügt und evtl. im WG-Format aufgebaut werden könnte. Neben Katzen und einem Hund könnte es ein paar Schafe und Hühner geben, um gleichzeitig nachhaltig arbeiten zu können. Ein Garten zur Teilselbstversorgung wäre optimal. 2. Die Idee einer Dorfschule gefällt mir sehr. Aufgrund der Kapazitäten könnte ich mir eher eine private Grundschule vorstellen, die nach einem gewissen Konzept arbeitet - ähnlich wie die Lebensweltschule in Rüssen-Kleinstorkwitz. (Diese hat lange Wartelisten) Eine Schule mit 4 Klassen, die vielleicht altersübergreifend arbeitet sowie der Bau einer "richtigen" Ein-Feld-Halle - auch für unsere Sportvereine. So werden vielleicht auch Möglichkeiten zur Erweiterung des Sportangebots geschaffen. 3. Unsere Jugend fühlt sich nicht anständig in die Dorfstruktur integriert. Sie halten sich oft an der Bushaltestelle auf. Es wäre toll, wenn die Jugendlichen wieder irgendwo einen "Raum" erhalten. Dazu sollte es einen gemeinsamen Austausch mit den Jugendlichen und Verantwortlichen der Stadt geben zu wichtigen Fragen: Was wird gebraucht? Wer pflegt es? Wer übernimmt auch die Verantwortung? Könnte ein Verein die Schirmherrschaft für die Jugendlichen übernehmen und durch die Stadt unterstützt eine/n Sozialarbeiter/in auf Honorarbasis einzustellen, der als Bindeglied dient zwischen Stadt/Dorf und der Jugend, um gemeinsam im Austausch zu bleiben und vielleicht neue Ideen zur Dorfentwicklung entstehen zu lassen. Es fehlt in Großdalzig ein angemessener Spielplatz. Durch den Bau des Feuerwehrhauses ist der bestehende Spielplatz nicht nur verkleinert, sondern auch in den Hintergrund gedrängt worden. Es benötigt einen großen Spielplatz für alle Altersstufen - für die Kleinen und Großen. Ebenso wünsche ich mir das für Tellschütz. In Tellschütz wäre es schön, wenn die denkmalgeschützte Streuobstwiese wieder mehr Beachtung erfährt und der Teich saniert würde. Der Charakter der beiden Dörfer soll unbedingt erhalten bleiben. Es wäre toll, wenn es wieder einen Dorfgasthof (evtl als Biergarten oder Ausflugslokal) geben könnte oder ein Café, welches regelmäßig geöffnet hat. Mit Qualität kommen auch Gäste... vielleicht ist dies eines Tages wieder möglich. In einem Café könnten auch regelmäßig Treffen für Jung und Alt initiiert werden durch Themennachmittage (Rommé, Skat, Nähen, Holzbearbaitung etc.) Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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  • Zeitraum 30.03.2022 bis 31.05.2022
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