Raumbezug bei Bürgerbeteiligungen
"Daher sollte stets in Betracht gezogen werden, Systeme bereitzustellen, die alle Szenarien abdecken können, sodass der gesamte Beteiligungsprozess mit formellen und informellen Beteiligungsphasen auf einer Plattform realisiert und nachvollzogen werden kann. "
Meines Erachtens ist es völlig ilusorisch *ein* System oder eine "Plattform" zu entwickeln oder zu erwerben welche alle Anforderungen abdeckt. Dies führt immer zu Systemen die alles etwas aber nichts richtig können: "Etwas Rückmeldungen zu Text einholen", "Ideen sammeln" und "Karte" bekommen man meist schon irgendwie in Software oder Plattform XX eingebaut. Mit dem Anspruch einer nutzerfreundlichen Lösung der in Sektion 5.1.1 erläutert wird hat es *eine* Plattform aber meist schwer.
Das Beste Beispiel ist dieses Beteiligungssystem: Funktional mag es ermöglichen Feedback zu einem Text einzuholen, von der Sinnhaftigkeit dies als Form von Kommentaren ohne direkten Textbezug in einem Thread untereinander zu tun bin ich nicht überzeugt.
Genauso verhält es sich mit den meisten Kartenanwendungen in Beteiligungssystemen: Oft werden ohne jedes kartographisches Verständniss auf einer Hintergrundkarten Marker, Linien und Polygone eingezeichnet die Veränderungsbedarfe im Raum anzeigen sollen. Als Beispiel kann hier z.B. Nexthamburg dienen. Die Initative ist klasse - methodisch, strukturell, vom Marketing, etc. Aber, die Kartendarstellung ist stark verbesserungwürdig: http://www.nexthamburg.de/ideenkarte/ . Dinge wie ein Clustering oder eine passende Smbolyisierung der Marker könnten die "Lesbarkeit" verbessern. Kontextsensitive Legenden, Adressuche für die Navigation innerhalb der Karte, eine Auswahl von verschiedenen Hintergrundkarten, und besseren "Pop-Ups" (Feature Infos) die nicht auf weitere Subseiten verlinken bei einem Klick auf eine Idee in der Karte sind simpele weitere Verbessrungen.
Man kann nicht "nicht kommunizieren" und dies gilt für Geovisualisierungen oder "Karten" ebenso wie für Texte mit Feedback und Ideensammlungen für Abstimmungen. Deshalb würde ich die Aussage des Satzes oben hinterfragen und hier lieber auf ein Baukastensystem von Software verweisen welches Basisfunktionen anbietet. Dieser Baukasten muss aber auf jeden Fall die Möglichkeiten bieten sich mit anderen Softwarekomponenten zu kombinieren oder erweitern zu lassen. Integration ist hier das Stichwort. Deshalb würde ich empfehlen auf Standard Interfaces zu setzen, (wie hier von im Ansaätzen im Dokuemnt zu erkennen über die SAGA verweise) und modulare Komponeten / Systeme empfehlen.