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Uhr 2. Mai 2016

selbstbestimmtes Wohnen

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Menschen mit Behinderungen sollen Ihre Wünsche beim Thema Wohnen äußern können. Hierzu ist es nicht nur notwendig, dass es barrierefreien Wohnraum gibt, sondern auch eine Beratung über die Möglichkeiten muss erfolgen. Oft wissen Menschen mit Behinderung nicht welche Möglichkeiten sie haben und sie können sich oft nicht vorstellen was auf sie zukommt. Hier wäre eine gute nicht nur beratende, sondern auch praktische Vorbereitung notwendig. 

Sie sprechen von "...Bestand an geeigneten Wohnungen als auch die Unterstützung der Bewohner.". In Ihren Ausführungen gehen Sie aber auf den Aspekt der Unterstützung nicht ein. Hier ist noch Nachbesserungsbedarf, welche Ziele setzen Sie sich und wie wollen Sie diese erreichen?
Auch sollte der Aspekt der Selbstbestimmung und Teilhabe bzgl. Wohnen deutlich herausgearbeitet werden z.B. durch neue Wohnkonzepte. 
 

geändert von HeDi am 2. Mai 2016

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Uhr 2. Mai 2016

Berücksichtigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 
das Wort Berücksichtigung sollte durch das Wort Beteiligung ersetzt werden. Nur wenn Menschen mit Behinderung an den verschiedenen Aktionen z.B. Tag der Sachsen beteiligt werden, können deren Belange so gut wie möglich berücksichtigt werden. Wie heißt es so schön: Nichts ohne uns über uns. Sie sollten zu Ihrem Aktions- und Maßnahmeplan stehen und sich nicht eine Hintertür offen lassen.
Die Bundesregierung sagt auf Ihrer Homepage, dass Menschen mit Behinderung mit sprechen. Wo sprechen Menschen mit Behinderung bei dem Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen mit? 
Kein Bewohner unserer Einrichtung hat bisher von Ihrem Landesaktionsplan gehört. Sollten  sich   aber nicht gerade die Menschen an Ihrer Umfrage beteiligen, die von der UN-BRK unmittelbar betroffen sind? 
Beteiligung beginnt bereits bei der Weiterentwicklung einer Idee.
 
Wichtig ist auch eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die UN-BRK. Die Beauftragen für die Belange von Menschen mit Behinderung der Landkreise bzw. größeren Städte sind komplett überlastet. Es sollte in jeder Kommune, also vor Ort, einen zentralen Ansprechpartner geben. Die Beauftragten der Landkreises sind viel zu weit weg und für Menschen mit Behinderung aber auch andere Menschen nicht erreichbar im Sinne der Entfernung. 
Es gibt bereits Institutionen, die sich auf den Weg der Realisierung der UN-BRK begeben haben, hier ist eine Vernetzung besonders wichtig, um sich über Probleme und Erfolge austauschen zu können. Oft weiß niemand vom anderen. 
Und es stellt sich mir die Frage, bis wann Sie Ihren Ziel- und Maßnahmeplan konkret umsetzen wollen. Nur wenn Sie jedes Ziel bzw. Maßnahme mit einer genauen Umsetzungsfrist versehen, kann am Ende eine genaue Abrechnung erfolgen!
 
 

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Uhr 2. Mai 2016

Zugang zum Gesundheitswesen

Sehr geehrte Damen und Herren,

für den Bereich Gesundheitswesen muss es durchweg eine Verpflichtung zur Barrierefreiheit (baulich) geben. Gerade in ländlicheren Regionen ist für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator nur selten ein selbstständiger Arztbesuch möglich. Eine freie Arztwahl ist gleich gar nicht gegeben. 
Letzendlich würden von dieser baulichen Barrierefreiheit  alle Menschen  profitieren, egal ob Mutter mit Kinderwagen, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Geheinschränkungen oder ältere Me nschen. 
 
Kassenärztliche Vereinigung, kassenzahnärztliche Vereinigung, sowie Krankenkassen müssen für die individuellen Anforderungen der Patienten sensibilisiert werden. Es muss eine Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit Ärzten und Patienten geben, die praxisorientiert ist. 
Ein Beispiel: Eine niedergelassene Zahnärztin hat das Problem, dass Sie nicht alle Behandlungen im Sitzen durchführen kann. Das bedeutet, dass Rollstuhlfahrer auf den Behandlungsstuhl gehoben werden müssen. Dies ist teilweise dem Praxisteam nicht zumutbar. Sowohl die Nachfrage bei der kassenzahnärztlichen Vereinigung als auch bei Krankenkassen ergab keine praxisorientierte Lösung. Im Gegenteil die Vorschläge waren alle mit enormen bürokratischen und finanziellem Aufwand verbunden, wenn es überhaupt einen Lösungsvorschlag gab. Das Ergebnis war für die Praxis als auch für die Patienten mehr als enttäuschend.