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Uhr 16. Mai 2016

Rollstuhltaste in Straßenbahn

Eine Überraschung erlebten neulich die Betreuer einer Kindergruppe beim Verlassen einer Straßenbahn in Dresden: Der Straßenbahnführer stiegt aus und erklärte, dass die Türen sich nicht automatisch schließen, wenn man die Rollstuhltaste drückt. So können alle Kinder die Bahn verlassen, ohne von sich schließenden Türen eingequetscht zu werden.

Toll - so muss das sein! Und ich bin mir sicher, das spricht sich rum.

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Uhr 16. Mai 2016

Falschparker

Ja, das ist schön. Und jetzt bitte die Umsetzung.

Neulich war ich mit einer Bekannten und deren Tochter (Rollstuhlfahrerin) in einer Großstadt unterwegs. Das Auto wurde längs eingeparkt auf einem Behindertenparkplatz. Der Rollstuhl wird über eine Rampe aus dem bzw. in den Kofferraum gefahren. Die Rampe ist 1 m lange, der Rolli auch noch mal. An der Heckklappe des Fahrzeugs wird freundlich darauf hingewiesen, dass das dahinter parkende Fahrzeug bitte 1 m Abstand halten möge. Den dann noch fehlenden Meter zum Verladen des Rollstuhles samt Kinde kann man gewinnen, indem man das Auto vorfährt. Ganze 50 cm waren Platz und damit bestand keine Chance, das Kind ins Auto zu bekommen. Erst 200 m weiter fand sich eine Einfahrt, die ausreichend Platz bot. Wären Mutter und Kind allein gewesen, hätte sie ihre Tochter zum Umparken des Fahrzeuges unbeaufsichtigt stehen lassen müssen.

Viel Erfolg bei der "Umsetzung"!

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Uhr 16. Mai 2016

Bedarfs- und Bestandserhebung barrierefreier Wohnraum

Dem kann ich nur zustimmen. Ich möchte hinzufügen, dass barrierefreier Wohnraum auch gern von älteren Menschen (nutzen einen Rollator oder präventiv) gemietet wird. Auch diese sind nicht unbedingt mit GdB erfasst.

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Uhr 16. Mai 2016

Inklusion <=> Integration

"Ein Mensch kann noch so integrationswillig sein, wenn das Umfeld ihn nicht haben will, hat er keine Chance dazuzugehören. Umgekehrt kann ein Umfeld noch so offen sein, wenn jemand nicht dazugehören will, kann man auch ihn nicht zwingen."

Dies sind ganz normale Vorgänge im sozialen Miteinander, die es immer geben wird. Egal, ob zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, ob zwischen Deutschen und Flüchtlingen, ob zwischen Christen und Moslems, ...

Ziel von Inklusion sollte auch kann auch nicht die "Republik Kleineiland - Friede, Freude, Eierkuchen" sein. Ich möchte weiterhin jedem mir unbekannten Menschen, gleich zu welcher Gruppe von Menschen er gehört,  erst einmal mit einem gesunden Misstrauen begenen dürfen, ohne dafür gerügt zu werden. Binde Naivität dürfte man nicht erwarten, Respekt und Achtung jedem anderen Menschen gegenüber wohl schon.

"Gleichberechtigung Behinderter bedeutet, daß sie die gleichen Rechte haben wie Nichtbehinderte, daß diese Rechte aber auch enden, wo sie auch für Nichtbehinderte enden."

In einem Beitrag zum Aktionsplan I war von "Behindertenegoismus" die Rede. Genau das trifft es. Damit geht der Ball ins eigene Tor. Ich denke, dass auch von behinderten Menschen je nach ihren Möglichkeiten ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Eigenverantwortung verlangt werden kann. Bevorzugung behinderter Menschen, d.h. alles, was über den Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile hinausgeht, ruft Neider auf den Plan.


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Uhr 16. Mai 2016

Teilzeit auch für Berufsschüler

Teilzeit auch für Berufsschüler/Studenten
 

(Artikel wurde bereits im Bereich "Schule" veröffentlicht)

 
 


"Es gibt Schüler, die an Regelschulen lernen, deren Leistungsfähigkeit jedoch nicht der eines Vollzeit-Schülers entspricht. Vergleichbar ist das mit einer Teilerwerbsminderung.

Es gibt dazu eine interessante Gerichtsentscheidung (letztendlich wohl ein Vergleich), den eine Familie für ihre autistische Tochter erreicht hat, welche an einem Dresdner Gymnasium lernt: Sie kann ihre wohl Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe von 2 auf 4 Jahre verlängern. Sie besucht die Schule an weniger Stunden pro Tag und kann dadurch den Anforderungen gerecht werden. Ich denke, das SMK und die SBAD als zuständige Behörden wissen, wovon ich spreche.

Ich habe selbst einen autistischen Sohn, für den ein solches Modell große Vorteile hätte. Deshalb rege ich an, über solche Teilzeitregelungen für bestimmte Schüler (z.B. mit Diagnose Autismus und festgestellter Notwendigkeit) zu diskutieren. Dies betrifft: Versetzungsregelungen (Erbringung bestimmter Leistungen später möglich?), Regelungen bei Nichtversetzung und Wiederholung von Klassenstufen, dadurch Wechsel an anderen Schultyp, ..., Verweildauer in einer Schulstufe.

Mit einem solchen Teilzeitmodell wird Schülern die Chance gegeben, einen ihrem Intellekt entsprechenden Schul-, Berufs- oder Hochschulabschluss zu erreichen. Behinderungsbedingte Beeinträchtigungen können reduziert werden.

Diese Betrachtungen sollten auch auf (Fach-) Hochschulen und Berufsschulen (! siehe Beitrag von Christine Salzer, die Notwendigkeit ist gegeben!) ausgeweitet werden."

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Uhr 16. Mai 2016

Versorgung mit Hilfsmitteln - Persönliches Engagement Zulassen und Unterstützen

Menschen mit Behinderung, die den technischen Fortschritt nutzen möchten und können und damit mehr Flexibilität und Unabhängigkeit im Alltag erreichen, sollten auch bei Hilfsmitteln bezuschusst werden, die nicht im Hilfsmittelkatalog der Kassen gelistet sind.

So gibt es zum Beispiel im Bereich der Hilfsmittel für Blinde und sehbehinderte Menschen mit den heute zur Verfügung stehenden elektronischen Produkten eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Versorgung mit den notwendigen Hilfsmitteln an die jeweiligen Lebensumstände und Bedürfnisse des Betroffenen anzupassen. Es gibt leistungsfähige Kameras in immer kleineren Formaten, Bildschirme in verschiedensten Größen, eine Vielzahl von Apps, Smartphones, Tablets, Laptops, ... und brauchbare Navigationssysteme. Als Hilsmittel angebotene Geräte sind jedoch meist nicht flexibel genug, nicht auf dem neuesten Stand der Technik und zu teuer. Summa summarum würde (die Krankenkasse) eine Lösung, mit der ich an allen wichtigen Stellen in meinem Haus mit elektronischer Vergrößerung lesen könnte, ohne vorher Geräte hin- und her tragen zu müssen, weniger kosten als die jetzige Lösung mit einem fest installiertem Bildschirmlesegrät und einer elektronischen Lupe für unterwegs. Das Ergebnis würde man als "Steigerung der Lebensqualität" bezeichnen.

Es sollten auch solche Hilfsmittel zum Einsatz kommen dürfen, mit denen das gleiche Ergebnis erzielt wird wie mit den gelisteten.

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Uhr 16. Mai 2016

Versorgung mit Hilfsmittel

Immer wieder kommt es vor, dass Hilsmittel ärztlich verordnet werden, die im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen nicht gelistet sind, also auch keine Hilfsmittelnummer haben. Der verordnende Arzt erklärt die Funktionsweise des verordneten HM und begründet damit die Wirksamkeit und den Einsatz beim entsprechenden Krankheitsbild.

Damit ein Hilsmittel gelistet wird, ist es notwendig, dass eine Medizinproduktestudie durchgeführt wird. Diese ist zeitaufwendig und teuer. Gibt es bei bestimmten seltenen Erkrankungen nur geringe Fallzahlen betroffener Patienten, sind solche Studien für Anbieter nicht rentabel. Ein Nachweis der Wirksamkeit des HM bleibt aus. Der Patient wird sich dieses HM selbst anschaffen müssen, so er es sich leisten kann.

Beispiel: Beheizbare Handschuhe und Einlegesohlen zur Gewährleistung der Durchblutung bei anfallsweisen Durchblutungsstörungen von Fingern und Zehen zur Verhinderung von Nekrosen und schlimmeren Folgeschäden. Empfohlen wurden Handschuhe, die bis in die Fingerspitzen beheizbar sind, KP 300 € und Einlegesohlen, die über die gesamte Fußsohle beheizt werden, KP 150 €. Da es sich um eine Erbkrankheit handelt, waren zwei Familienmitglieder zu versorgen, darunter ein Jugendlicher (noch im Wachstum, als wahrscheinlich alle 1-2 Jahre mit neuer Größe). Die Kasse lehnt die Kostenübernahme auch nach Bitte um Einzelfallentscheidung ab. Auch eine Klage vor dem Sozialgericht war nicht erfolgreich. Auch der aus meiner Sicht sehr sinnvolle Vorschlag, dass der Patient die Kosten für einen normalen Handschuh und normale Einlegesohlen selbst trägt (= Eigenverantwortung!), die Kasse die behinderungsbedingt Zurichtung, nämlich den Einbau der Heizung übernimmt, wurde abgelehnt. Eine solche Kostensplittung ist auch bei orthopädischen Schuhen (Kosten für Schuh / Kosten für orthopädische Zurichtung) üblich. Begründung der Ablehnung der Kostenübernahme: Es handle sich um Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs, die auch von Sportlern genutzt werden. Wer solche beheizbaren Handschuhe einmal gesehen oder gar getragen hat weiß, dass man damit keine Aktivitäten des täglichen Lebens verrichten kann!

Hier werden behinderte Menschen, die sich aus finanziellen Gründen notwendige HM nicht beschaffen können, von der Teilhabe am Leben ausgeschlossen bzw. riskieren eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes.

Es sollte hierfür eine Regelung geschaffen werden wie zum Beispiel einen Lastenausgleich für Mehrausgaben. Man kann zwar solche Ausgaben steuerlich geltend machen, jedoch nur dann, wenn das eigene Einkommen so hoch ist, dass man auch steuerpflichtig ist. Anderenfalls ist Behinderung wieder einmal ein Armutsgarant.

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Uhr 15. Mai 2016

Teilzeit auch für Berufsschüler/Studenten

(Artikel wurde bereits im Bereich "Schule" veröffentlicht)

 


"Es gibt Schüler, die an Regelschulen lernen, deren Leistungsfähigkeit jedoch nicht der eines Vollzeit-Schülers entspricht. Vergleichbar ist das mit einer Teilerwerbsminderung.

Es gibt dazu eine interessante Gerichtsentscheidung (letztendlich wohl ein Vergleich), den eine Familie für ihre autistische Tochter erreicht hat, welche an einem Dresdner Gymnasium lernt: Sie kann ihre wohl Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe von 2 auf 4 Jahre verlängern. Sie besucht die Schule an weniger Stunden pro Tag und kann dadurch den Anforderungen gerecht werden. Ich denke, das SMK und die SBAD als zuständige Behörden wissen, wovon ich spreche.

Ich habe selbst einen autistischen Sohn, für den ein solches Modell große Vorteile hätte. Deshalb rege ich an, über solche Teilzeitregelungen für bestimmte Schüler (z.B. mit Diagnose Autismus und festgestellter Notwendigkeit) zu diskutieren. Dies betrifft: Versetzungsregelungen (Erbringung bestimmter Leistungen später möglich?), Regelungen bei Nichtversetzung und Wiederholung von Klassenstufen, dadurch Wechsel an anderen Schultyp, ..., Verweildauer in einer Schulstufe.

Mit einem solchen Teilzeitmodell wird Schülern die Chance gegeben, einen ihrem Intellekt entsprechenden Schul-, Berufs- oder Hochschulabschluss zu erreichen. Behinderungsbedingte Beeinträchtigungen können reduziert werden.

Diese Betrachtungen sollten auch auf (Fach-) Hochschulen und Berufsschulen (! siehe Beitrag von Christine Salzer, die Notwendigkeit ist gegeben!) ausgeweitet werden."


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Uhr 15. Mai 2016

Förderschwerpunkt Autismus

Als Mutter eines autistischen Sohnes erlebe ich immer wieder an verschiedensten Stellen, welches Dilemma die Abschaffung des Förderschwerpunktes Autismus mit sich gebracht hat. Schüler mit einer ASS werden dem Förderschwerpunkt "Sozial-Emotional" zusortiert. Dies ist falsch und zeugt von Inkompetenz der verantwortlichen Behörden.

- Die körperlichen Aspekte werden außer acht gelassen.

- Erfolgt die Diagnosestellung der ASS im Kiga- oder Grundschulalter, erfolgt meist eine Beschulung dieser Kinder auf einer Förderschule für Erziehungshilfe. Die Problematiken der Mitschüler dort stellen meist eine zusätzlioche Schwierigkeit für Kinder mit ASS dar.

- Es erfolgt hier in Sachsen eine Ungleichbehandlung von Schülern mit Autismus gegenüber Schülern mit gleicher Behinderung in Bundesländern, die diesen Förderschwerpunkt haben.

- Unterrichtende Lehrer werden von diesem Förderschwerpunkt getäuscht, erhalten einfalsches Bild von dem Schüler. Nachteilsausgleiche werden letztendlich doch speziell für Autisten empfohlen.

- Von der bei Autisten veränderten Wahrnehmung als eigentliche Ursache für verändertes Verhalten wird abgelenkt.

Als mein Sohn noch Grundschüler war, hatte er noch keine Autismusdiagnose. Die Schwierigkeit der Zuordnung eines Autisten zu irgendeinem Förderschwerpunkt zeigte sich bereits damals darin, dass seine Klassenlehrerin auf dem Antrag zum sonderpädagogischen Förderbedarf alle Förderschwerpunkte ankreuzte, außer "geistig" - das konnte sie auch schlecht, las ihr doch mein Sohn bereits in der ersten Schulwoche die Namen der Kontinente auf dem Globus laut vor ;-)


Warum fällt es unserem Freistaat so schwer, diesen Förderschwerpunkt wiederzubeleben? Was war denn so schlecht daran?

Es wäre auch überlegenswert, ob man einen Förderschwerpunkt "Wahrnehmung" (oder wie auch immer er heißen wird) schafft. Ich bin zwar auf diesem Gebiet nur wenig informiert, vermute aber, dass Kinder mit der Diagnose AD(H?)S ähnliche Schwierigkeiten haben und ähnliche Förderung benötigen.

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Uhr 15. Mai 2016

Kindergeldzuschlag für Menschen mit EM-Rente

Mir ist bewusst, dass dieser Beitrag wieder etwas für das Köfferchen für die nächste Berlin-Reise ist.

Folgende Situation:

Alleinerziehende Mutter, schwerbehindert, EM-Rentner

Rein rechnerisch besteht Anspruch auf Kindergeldzuschlag, da der Kindesvater auch keine Unterhaltszahlungen leistet. Kindergeldzuschlag wird aber nicht gezahlt, da die Mutter dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.

Per Def. ist die Familie von Armut betroffen. D.h. durch die Krankheit der Mutter sind die Kinder von Armut betroffen.

Bitte bringen Sie dieses Thema im Bundesrat mit ein. Die Behinderung eines Elternteils darf kein Armutsrisiko für ein Kind darstellen. Kinder behindrter Eltern müssen gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen haben.