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Uhr 21. April 2016

Übergänge aus der WfbM in den allgemeinen Arbeitsmarkt

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sächsischen Werkstätten für behinderte Menschen sind einer der wichtigsten Bausteine der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, die nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Die Bemühungen und Erfolge der WfbM bei der Vorbereitung, Praxisbegleitung, Arbeitsplatzaquise, Überleitung auf Außenarbeitsplätze oder auch Ausgliederung aus der WfbM von geeigneten MmB sind tendenziell zunehmend. Leider wird das durch den überörtlichen Sozialhilfeträger nur in Form von Prämien bei erfolgreicher Ausgliederung honoriert, nicht aber die Bemühungen an sich. Aus den regulären Kostensätzen, die im bundesweiten Vergleich die Schlechtesten sind, ist eine deutliche Vergrößerung der Vermittlungszahlen kaum zu erwarten, da das Personal der Werkstätten jetzt schon mit den bestehenden Aufgaben ausgelastet und zum Teil überlastet ist (Stichwort Klientel-Wandel). Das Beispiel einzelner Einrichtungen, die aus ihren eigenen Reihen eine zusätzliche und nicht refinanzierte Stelle eines Integrationsmanagers geschaffen haben, zeigt deutlich, daß mit kontinuierlichem Personaleinsatz auch höher Vermittlungsquoten erreicht werden können. Der wirtschaftlich starke Freistaat Sachsen knausert bei den Kosten für die Leistungen für Menschen mit Behinderung. Tendenziell ist das der absolut falsche Weg, ein Umdenken an dieser Stelle ist Grundvoraussetzung für das Gelingen der Umsetzung der UNBRK!

Viele Grüße,

Hans-Albrecht Bittner