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Nutzerprofil von »UferLeben Störmthaler See e.V.«

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17.08.2017
letzter Beitrag/Kommentar
 
18.08.2017
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Beiträge / Kommentare

Beitrag Beitrag
Uhr 18. August um 01:00

Belastungen durch ÖPNV und Verkehr in kleinen Erholungsarealen (1)

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,

gern nehmen wir die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung zum Thema ÖPNV, Verkehr, Radwege gemäß Ihrem Aufruf wahr (Online-Dialog zur Bürgerveranstaltung Wurzen 09.08.2017).

Den Ausbau der Radverkehrswege in Sachsen möchten wir uneingeschränkt befürworten.

Zum Thema ÖPNV und Verkehrsanbindung im Rahmen touristischer Interessen möchten wir folgende Punkte zu bedenken geben. ÖPNV-Neuerschliessung und erweiterte Verkehrsführung für touristische Zwecke werden mancherorts zu Zerschneidung von Biotopen und Verkehrsbelästigung in den Erholungsgebieten führen. Selbsterklärend führt dies neben der Schwächung der biologischen Vielfalt auch zu einer Minderung der Erholungsqualität durch Lärm, Abgase und visuelle Belästigung durch Kfz.

Die Argumentation zugunsten einer maximalen Verkehrsanbindung im Sinne der Nutzerfreundlichkeit erscheint einerseits paradox, wissen wir doch inzwischen nur zu gut über unsere neuzeitlichen Defizite hinsichtlich fehlender körperlicher Aktivität (Stichworte Adipositas/Diabetes/Herz-Kreislauferkrankungen) und abnehmenden Naturverständnis (Stichwort Naturentfremdung). Als Kompensationsangebote müssen heutzutage physiotherapeutische Einrichtungen und Umweltpädagogikzentren geschaffen werden, häufig wieder unter Aufwendung öffentlicher Mittel. Andererseits existieren Tourismusgebiete, die eben gerade wegen ihrer Naturbelassenheit und Verzicht von Verkehr von vielen Touristen sehr geschätzt werden (z.B. Ostseeinsel Hiddensee, Berghütten der Mittel- und Hochgebirge, etc.).

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Beitrag Beitrag
Uhr 18. August um 01:00

Belastungen durch ÖPNV und Verkehr in kleinen Erholungsarealen (2)

Wir bitten daher, wo möglich und von lokalen Akteuren unterstützt, um eine natur- sowie ressourcenschonende ÖPNV-Anbindung und Verkehrsführung unter Förderung von naturnahen Tourismusformen, um natürliche Bewegungsmöglichkeiten und Naturerlebnis bis zum und am Zielort zu ermöglichen. Ihre gesellschafts-, umwelt- und gesundheitspolitische Verantwortung als unser Ministerpräsident sollte sich gegen Argumente einer überzogenen Bequemlichkeitskultur und eines zu aggressiven Tourismusmarketings durchsetzen.

Im Folgenden möchten wir ein konkretes Beispiel im Leipziger Neuseenland benennen (Badestrand Dreiskau-Muckern am Störmthaler See, Punkt 8 Karte Tourismusnetz). Aktuell gelangt man hier ausgehend von einer bestehenden Buslinienstrecke über einen ca. 500m abwechslungsreichen und bereits vorhandenen Fuss-/Radweg zum Strandareal. Dieser führt entlang an Streuobstwiese, Feld und Wald – Natur pur. Geplant ist nun, die Buslinie unmittelbar an den Strand zu lenken und entlang des Ufers in ausgedehnter Wegführung wieder zur Hauptstraße zurückzuleiten. Hierfür wäre eine Neuerschliessung von mind. 2000m Straße erforderlich. Ferner ist in unmittelbarer Ufernähe ein großer Parkplatz für mehrere hundert Kfz geplant. Die Kosten belaufen sich für die Verkehrserschliessung auf mehrere Millionen Euro, bitte korrigieren Sie uns falls falsch, günstig kalkuliert kostet 1m Straße mindestens 1000€. Der Erholungswert des Zielortes wird durch Verkehrslärm, Abgase, visuelle Kfz-Belastung und Naturverdrängung zerstört.

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Beitrag Beitrag
Uhr 18. August um 00:58

Belastungen durch ÖPNV und Verkehr in kleinen Erholungsarealen (3)

Einer sinnhaften Lenkung von Besucherströmen und einer Partizipation der Bewohner im ländlichen Raum am ÖPNV stehen wir offen gegenüber – doch bitte mit Augenmass ohne Zerstörung des eigentlichen Erholungswertes und in vertretbarem Kosten-Nutzen-Verhältnis. 
Das am Südufer des Störmthaler See avisierte Verkehrskonzept erscheint uns aus o.g. Gründen unverhältnismäßig und überflüssig, zumal auf der Magdeborner Halbinsel wenige hundert Meter entfernt, bereits voll erschlossene Verkehrskreise mit Bushaltestationen in unmittelbarer Ufernähe bestehen (Punkte 9/10 Karte Tourismusnetz).  Selbst der angeplante Campingplatz im Erholungsareal kann in kurzer Wegführung direkt an die S242 angebunden werden und bedarf keiner umwegigen Zufahrt von seewärts. Wir appellieren für eine Unterstützung unserer Bemühung zur Revision dieses Verkehrsplanungsverfahrens. Dies wäre auch konsequent hinsichtlich der von Ihnen in Wurzen geäußerten limitierten finanziellen Ressourcen im Freistaat Sachsen.

Hier weniger zu erschließen, kann eine zukunftsfähige Form von Förderung sein! Wir sind überzeugt, dass mit einem entsprechenden touristischen Konzept das o.g. Hiddensee- oder Berghütten-Prinzip im stark verkehrsbelasteten Leipziger Raum seinen Platz finden würde.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse, unser Anliegen zu hören und aufzunehmen. Letztendlich sind wir auch gespannt und erwartungsvoll, welchen Einfluss die Beiträge im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung für zukünftige Entscheidungen haben werden. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand UferLeben Störmthaler See e.V.

(www.uferleben.de)

geändert von UferLeben Störmthaler See e.V. am 18. August um 01:05

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