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Nutzerprofil von »Liquid Democracy e.V.«

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02.06.2017
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Uhr 2. Juni um 18:48

Unabhängigkeit vom Hersteller

Unabhängigkeit vom Hersteller

Mit der Verwendung oder Entwicklung von Open-Source-Software behalten die initiierenden Verwaltungen ihre Unabhängigkeit, da die Open-Source-Software nicht nur von einem einzelnen Anbieter (weiter-) entwickelt werden kann (Lock-in Effekt). Durch den frei verfügbaren Quellcode und die öffentliche Dokumentation der Software können viele verschiedene Anbieter und interessierte Bürger*innen die Software weiterentwickeln. Darüber hinaus entfallen teure Lizenzgebühren und die initiierenden Verwaltungen behalten die Flexibilität, die Software auch in Zukunft an ihre Bedürfnisse anpassen zu können.

Sicherheit

Ein öffentlich zugänglicher Quellcode ermöglicht ein schnelles Finden und Beheben von Sicherheitslücken und Fehlern, sodass alle Nutzer*innen der Software darauf vertrauen können, dass diese reibungslos und wie intendiert funktioniert.

Teilen des Wissens

Open-Source bedeutet nicht nur das freie Teilen der Software an sich, sondern beispielsweise auch des gesamten Wissens, das in seine Entwicklung gesteckt wurde. Somit könnten sich Bundesländer nicht nur Kosten und Entwicklung einer E-Partizipationssoftware teilen, sondern auch die Erfahrung und das Wissen, das in die Software eingeflossen ist (Standardisierung von Beteiligungsverfahren).

Die Darstellung von Open-Source als "von größtenteils freiwilligen Entwicklern entwickelt" ist ggfs. täuschend. Wie richtig beschrieben wird, ist Open-Source-Software allgegenwärtig und wird weltweit von professionellen Großunternehmen entwickelt.

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Beitrag Beitrag
Uhr 2. Juni um 18:48

Open-Source als Standard

Die Vorteile von Open-Source-Software - besonders im Kontext von öffentlicher digitaler Bürger*innenbeteiligung - kann nicht genug betont werden. Genau wie Barrierefreiheit, Datenschutz und andere nicht-funktionale Anforderungen, muss Open-Source als notwendige Anforderung für E-Partizipationssoftware verstanden werden. 

In einer Leistungsbeschreibung sollte daher notwendigerweise auf die Verwendung von Open-Source-Software bestanden werden.

Open-Source als Standard

Wie in dieser Referenzarchitektur in Bezug auf funktionale Anforderungen definiert wird: "Notwendige Funktionen beschreiben somit den Standard, den neueingeführte Systeme heute nicht mehr unterschreiten sollten.“ (S.14) lässt sich analog sagen, dass Open-Source eine notwendige nicht-funktionale Anforderung ist, die kontemporäre und neueingeführte Systeme nicht mehr unterschreiten dürfen.

Vertrauen der Bürger*innen - transparenter Quellcode

Wenn wir in Deutschland langfristig eine nachhaltige demokratische Kultur etablieren wollen, in der Bürger*innen in politische und administrative Vorgänge eingebunden werden und sich einbringen möchten, müssen wir besonders im Bereich E-Partizipation eine Vertrauensbasis schaffen. Doch wie ist das möglich, wenn Bürger*innen und Verwaltungsmitarbeitenden nicht einmal Einblick in die Funktionsweise der E-Partizipationssoftware gewährt wird, mit der die Beteiligung durchgeführt werden soll?

Der Quellcode und damit die Funktionsweise von E-Partizipationssoftware muss daher für alle frei und offen verfügbar sein (Open-Source). Besonders wenn es um rechtsverbindliche Verfahren geht, sollte es im besonderen Interesse der Verwaltung sein, die Funktionalität der E-Partizipationssoftware so transparent wie möglich zu machen. Nur so können alle Teilnehmer*innen drauf vertrauen, dass die E-Partizipationssoftware im Interesse aller funktioniert und eine hohe Quellcodequalität hat.

Gemeinnützigkeit & Kostenersparnis

Wenn öffentliche Gelder für Softwareprodukte ausgegeben werden (Weiter-/Entwicklung, Miete, etc.), dann müssen die Ergebnisse der Allgemeinheit durch die Bereitstellung des Quellcodes und die freie Nutzung der Software zur Verfügung gestellt werden. Langfristig ist dies wirtschaftlicher für die Verwaltungen und Allgemeinheit, da alle Weiterentwicklungen der Software im gemeinnützigen Sinne immer allen interessierten Nutzer*innen kostenfrei zur Verfügung steht.

Wenn also beispielsweise ein Bundesland in eine Open-Source E-Partizipationssoftware investiert, profitieren alle weiteren Bundesländer, die auch eine E-Partizipationssoftware benötigen, ebenfalls davon, da ihnen die Ergebnisse kostenlos zur freien Verfügung stehen. Anstatt immer wieder in proprietäre Einzellösungen zu investieren, für die nur eine kurzzeitige Lizensierung finanziert werden kann, sollte nachhaltig in Open-Source Lösungen investiert werden, von deren Weiterentwicklung und Nutzen alle profitieren.

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Beitrag Beitrag
Uhr 2. Juni um 14:27

Wartbarkeit, Erweiterbarkeit, Sicherheit

Sowohl Wartbarkeit, Erweiterbarkeit, Flexibilität und Sicherheit sind bereits gegeben, wenn die Software bzw. ihr Quellcode frei und offen verfügbar sind. Durch die Offenlegung eines Quellcodes kann die Qualität des Quellcodes von allen überprüft werden, Softwarefehler und Sicherheitslücken können schnell erkannt und behoben werden. Dadurch, dass der Quellcode offen und für alle frei verfügbar ist, können ihn verschiedene Organisationen, Anbieter und ehrenamtliche Erweitern, wobei die Erweiterungen immer allen Nutzer*innen einer Software zugute kommen. In einer Leistungsbeschreibung sollte daher darauf geachtet werden, dass die angebotenen Softwarelösungen frei und offen sind (Open-Source). Somit wird gewährleitstet, dass Wartbarkeit, Erweiterbarkeit und Flexibilität heute und in Zukunft berücksichtigt sind.

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Beitrag Beitrag
Uhr 2. Juni um 14:11

Lizenzen einsparen

Eine hohe Wirtschaftlichkeit kann neben einer kostengünstigen Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb auch durch freie Lizenzen erreicht werden (s. 5.1.8 Open-Source-Basis). Durch die Verwendung bzw. das Entwickeln von freier Open-Source Software entfallen Lizenzgebühren sogar vollständig. Somit ist nicht nur eine langfristige Planungssicherheit gewährleistet. Verwaltungen machen sich durch den Gebrauch von Open-Source Software darüberhinaus unabhängig von einzelnen Anbietern, da der Quellcode von freier Open-Source Software frei verfügbar ist und von verschiedenen Anbietern weiterentwickelt werden kann.

Wenn es darum geht einen Leitfaden für eine Referenzarchitektur zu entwickeln, kann dieser Punkt nicht deutlich genug gemacht werden.

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Beitrag Beitrag
Uhr 2. Juni um 14:00

Selbstorganisierte Diskussion

Sowohl für Bürger*innen als auch für Verwaltungsmitarbeitende und Moderator*innen wäre es mindestens eine wünschenswerte Anforderung, wenn die Teilnehmenden einer Ideensammlung und Diskussion diese selbst mit-strukturieren können. Dies wäre beispielsweise durch hoch und runter bewerten/priorisieren von Beiträgen und Kommentaren möglich. So entscheiden die Teilnehmenden welche Meinungen unterestützungswert sind und weit oben in einer Diskussion angezeigt werden sollen. Diese Funktion würde die Verwaltung und Moderation unterstützen und Bürger*innen eine tiefere Einflussnahme auf die Diskussion ermöglichen. Bei kleineren Verfahren könnte die Verwaltung eine Moderation des Verfahrens einsparen.

geändert von Liquid Democracy e.V. am 2. Juni um 14:54

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Uhr 2. Juni um 13:46

Offenes Kartenmaterial

Räumliche Planungsverfahren sollten notwendigerweise auf offenen Kartenmaterialien basieren. Die Ergebnisse eines räumlichen Planungsverfahrens müssen für Bürger*innen und die Öffentlichkeit exportierbar und nutzbar sein.

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